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Efeutute am Moosstab: So klettert sie nach oben und bildet größere Blätter

Efeutute am Moosstab im hellen Topf neben dem Schriftzug Efeutute am Moosstab

Eine Efeutute am Moosstab wächst so, wie sie es aus der Natur kennt: Sie klettert nach oben, hält sich mit ihren Luftwurzeln am feuchten Moos fest und bildet mit der Zeit größere Blätter. Damit das klappt, setzt du den Stab am besten beim Umtopfen fest in den Topf, legst die Knoten mit den Luftwurzeln ans Moos, bindest die Triebe locker an und hältst den Stab leicht feucht. Viel Licht ohne pralle Mittagssonne sorgt dafür, dass die neuen Blätter wirklich wachsen.

Die meisten kennen die Efeutute als Hängepflanze mit langen Ranken. In ihrer Heimat in Südostasien klettert sie aber an Baumstämmen hoch. Wenn du direkt mit einer fertig gezogenen Kletterpflanze starten möchtest, findest du unsere Efeutute am Moosstab in drei Größen im Shop. Die Grundlagen zu Standort, Gießen und Düngen liest du im Ratgeber Efeutute pflegen.

Warum ein Moosstab der Efeutute guttut

Die Efeutute ist von Natur aus eine Kletterpflanze. An jedem Knoten, also an der Stelle, an der ein Blatt am Trieb ansetzt, bildet sie Luftwurzeln. Mit ihnen hält sie sich an der Rinde fest und nimmt Feuchtigkeit auf. Ein Moosstab ersetzt im Zimmer den Baumstamm.

Das hat sichtbare Folgen. Wenn die Triebe nach oben klettern und ihre Luftwurzeln im feuchten Moos verankern können, werden die neuen Blätter mit der Zeit größer. Die Pflanze wirkt kräftiger und ruhiger als eine Ampelpflanze, deren Ranken nach unten hängen. Mit Geduld und viel Licht kann eine Kletterpflanze Blätter bilden, die deutlich größer sind als die einer Hängepflanze. Die großen, geschlitzten Blätter, die die Efeutute in der Natur hoch oben am Baum bekommt, entstehen im Zimmer allerdings nur selten.

Dazu kommen praktische Vorteile: Eine Efeutute am Moosstab braucht wenig Stellfläche und passt gut auf den Boden oder neben ein Sideboard. Die Blätter bekommen am Stab gleichmäßiger Licht als an langen, herabhängenden Ranken, und ein feuchter Stab erhöht die Luftfeuchtigkeit direkt an der Pflanze.

Welcher Moosstab passt zur Efeutute?

Im Handel gibt es zwei Arten von Kletterstäben, beide funktionieren für die Efeutute:

  • Moosstab mit Sphagnum: Ein Kern aus Kunststoff, Holz oder Bambus, umwickelt mit Torfmoos. Moos speichert viel Wasser, und die Luftwurzeln wachsen gern hinein. Dafür braucht er etwas mehr Aufmerksamkeit beim Feuchthalten.
  • Kokosstab: Ein Kern mit Kokosfasern. Er ist robust, langlebig und gibt den Luftwurzeln über die raue Oberfläche guten Halt, speichert aber weniger Wasser.

Für den Anfang ist ein Kokosstab unkompliziert. Wenn du möchtest, dass die Luftwurzeln richtig einwachsen und die Blätter größer werden, ist ein Moosstab die bessere Wahl. Wähle ihn so lang, dass er etwa so hoch ist wie die längsten Triebe oder etwas höher, und so stabil, dass er das Gewicht der Pflanze auch in ein paar Jahren noch trägt.

Efeutute Moosstab selber machen

Einen Moosstab kannst du mit wenigen Materialien selbst bauen. Du brauchst einen stabilen Stab aus Holz, Bambus oder Kunststoff, getrocknetes Sphagnum-Moos, rostfreien Draht oder kräftige Schnur und eine Schüssel mit Wasser.

  1. Weiche das Moos einige Minuten in Wasser ein und drücke es danach gut aus.
  2. Befestige den Draht oder die Schnur oben am Stab.
  3. Lege das Moos rund um den Stab und wickle den Draht in Spiralen darum, sodass eine gleichmäßig dicke Moosschicht entsteht. Das untere Stück, das später in der Erde steckt, lässt du frei.
  4. Verknote das Ende fest.
  5. Wer es besonders stabil möchte, legt zusätzlich ein Stück Kaninchendraht oder ein grobes Netz um das Moos. Darin finden die Luftwurzeln besonders gut Halt.

Ein selbst gebauter Stab hat einen schönen Vorteil: Du kannst ihn genau so lang machen, wie deine Pflanze ihn braucht.

Efeutute an den Moosstab bringen: Schritt für Schritt

Du kannst eine hängende Efeutute auch selbst an einen Moosstab gewöhnen. Am besten machst du das im Frühjahr, idealerweise zusammen mit dem Umtopfen. So musst du den Stab nicht nachträglich in die Wurzeln drücken.

  1. Weiche den Moosstab vor dem Einsetzen einige Minuten in Wasser ein, damit er sich vollsaugt.
  2. Setze den Stab in die Mitte des Topfs oder leicht nach hinten versetzt, etwa ein Viertel bis ein Drittel seiner Länge tief. Am stabilsten steht er, wenn du ihn beim Umtopfen zuerst in den Topf stellst, die Pflanze davor setzt und alles mit Erde fest andrückst. Wie du dabei vorgehst, erklärt der Ratgeber Efeutute umtopfen.
  3. Lege die Triebe so an den Stab, dass die Knoten mit den Luftwurzeln das Moos berühren. Die Blätter zeigen dabei nach außen zum Licht.
  4. Binde die Triebe locker an.
  5. Halte den Moosstab in den ersten Wochen gut feucht, damit die Luftwurzeln hineinwachsen.

Musst du den Stab in einen bestehenden Topf setzen, schiebst du ihn vorsichtig am Rand entlang nach unten, damit möglichst wenige Wurzeln beschädigt werden.

Sehr lange, kahle Ranken lassen sich oft nur schwer anlegen. Diese kannst du kürzen und die Stücke als Stecklinge nutzen. Wie das geht, liest du in den Ratgebern Efeutute schneiden und Efeutute vermehren.

Die Triebe richtig anbinden

Zum Anbinden eignen sich weiche Pflanzenbinder, Bast, Klettband, Pflanzenklammern oder Schnur. Binde etwa alle zehn bis fünfzehn Zentimeter, und zwar immer locker, damit der Trieb weiter dicker werden kann. Ein dünner Draht oder eine zu enge Klammer schneidet mit der Zeit in den Stängel ein und stört die Versorgung der Blätter darüber. Ein weiches Material schont die Pflanze.

Am besten bindest du unterhalb eines Knotens oder zwischen zwei Knoten an. So bleibt der Knoten frei und kann seine Luftwurzeln ins Moos schieben. Sobald die Luftwurzeln sich festgehalten haben, kannst du die Bänder lockern oder entfernen. Neue Triebe führst du regelmäßig nach, etwa alle paar Wochen, sonst wachsen sie vom Stab weg.

Die Luftwurzeln selbst lässt du am besten dran. Lange Luftwurzeln, die in die Luft ragen, leitest du einfach ans Moos oder in die Erde.

Den Moosstab feucht halten

Damit die Luftwurzeln ins Moos wachsen, braucht der Stab Feuchtigkeit. Ein trockener Stab ist für die Pflanze nur eine Stütze. So hältst du ihn feucht:

  • Besprühe den Moosstab ein bis zwei Mal pro Woche mit zimmerwarmem, möglichst kalkarmem Wasser, im Winter bei Heizungsluft gern öfter.
  • Gieß beim normalen Gießen ein wenig Wasser oben auf den Stab, sodass es nach unten durchsickert.
  • Achte darauf, dass das Wasser dabei nicht im Übertopf stehen bleibt. Die Erde im Topf soll zwischen zwei Wassergaben oben antrocknen.

Das Moos soll sich feucht anfühlen, aber nicht tropfnass sein. Ein dauerhaft nasser Stab an einem dunklen, schlecht belüfteten Platz kann schimmeln. Bildet sich ein weißer Belag, lässt du den Stab etwas abtrocknen, stellst die Pflanze luftiger und sprühst danach sparsamer.

Den Moosstab verlängern

Wenn deine Efeutute oben aus dem Stab herauswächst, hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst die Triebspitzen auf Höhe der Stabspitze kürzen. Die Pflanze verzweigt sich dann darunter und wird dichter. Oder du verlängerst den Stab.

Viele Moosstäbe lassen sich stecken oder verschrauben. Bei einfachen Stäben bindest du ein neues Stück mit Draht oder Kabelbindern am alten fest. Fülle die Übergänge mit etwas feuchtem Moos, damit die Triebe durchgehend Halt finden. Bei sehr hohen Pflanzen sorgt ein schwerer Topf dafür, dass alles stabil steht.

Pflege der Efeutute am Moosstab

Die Pflege unterscheidet sich kaum von einer hängenden Efeutute. Der wichtigste Unterschied ist das Licht. Eine Kletterpflanze bildet größere Blätter nur dann, wenn sie genug Helligkeit bekommt.

  • Standort: Hell bis halbschattig, ohne pralle Mittagssonne. Ein Platz ein bis zwei Meter neben einem Süd oder Westfenster ist ideal. Drehe die Pflanze ab und zu, damit sie gleichmäßig wächst.
  • Temperatur: 18 bis 25 Grad, nicht dauerhaft unter etwa 15 Grad.
  • Gießen: Wenn die oberen zwei bis drei Zentimeter Erde trocken sind. Sorge dafür, dass überschüssiges Wasser gut abläuft.
  • Düngen: Von März bis September alle zwei bis drei Wochen mit Grünpflanzendünger, im Herbst und Winter machst du Pause.
  • Blätter: Wisch die großen Blätter ab und zu mit einem feuchten Tuch ab, dann bekommen sie mehr Licht.
  • Umtopfen: Etwa alle ein bis zwei Jahre im Frühjahr, wenn der Topf gut durchwurzelt ist. Der Stab zieht einfach mit um.

Werden einzelne Blätter gelb, liegt das meist an zu viel Wasser. Auch ein zu straff gebundener Trieb kann die Blätter darüber gelb werden lassen. Mehr dazu liest du im Ratgeber Efeutute gelbe Blätter.

Welche Sorten klettern gut am Moosstab?

Grundsätzlich klettern alle Efeututen gern, und auch die verwandte Art Epipremnum pinnatum wächst am Stab wunderbar. Bei uns findest du drei fertig gezogene Kletterpflanzen, die frisch und direkt vom Züchter zu dir kommen.

  • Efeutute am Moosstab: Die klassische grün-gelbe Efeutute, robust und ideal für den Einstieg. Es gibt sie in drei Größen: 50 cm im Topf mit 15 cm Durchmesser, 80 cm im Topf mit 19 cm Durchmesser und 120 cm im Topf mit 24 cm Durchmesser. Die große Variante wirkt als Bodenpflanze schon wie ein kleiner Raumteiler.
  • Cebu Blue: Schmale, silbrig blaugrüne Blätter mit einem leichten Schimmer. Sie wächst etwa 60 cm hoch am Moosstab im Topf mit 17 cm Durchmesser. Am Stab kann sie mit der Zeit größere Blätter bilden.
  • Albo Variegata: Eine echte Rarität mit kräftig weiß panaschierten Blättern, rund 125 cm am Moosstab im Topf mit 24 cm Durchmesser. Durch die weißen Anteile braucht sie einen besonders hellen Platz ohne direkte Mittagssonne.

Häufige Fragen zur Efeutute am Moosstab

Werden die Blätter am Moosstab wirklich größer?

Oft ja, aber nicht sofort. Die neuen Blätter werden nach und nach größer, wenn die Luftwurzeln im feuchten Moos Halt finden und die Pflanze genug Licht bekommt. Die bereits vorhandenen Blätter behalten ihre Größe. Rechne eher mit Monaten als mit Wochen.

Kann ich statt Moos auch einen Kokosstab nehmen?

Ja. Ein Kokosstab gibt guten Halt, speichert aber weniger Wasser. Die Luftwurzeln wachsen in feuchtes Moos meist besser hinein.

Gibt es Alternativen zum Moosstab?

Ja. Die Efeutute klettert auch an einem Rankgitter, an einem Holzbrett oder an Schnüren an der Wand. Dort hält sie sich aber vor allem fest, ohne dass die Luftwurzeln einwachsen. Für größere Blätter ist ein feuchter Moosstab am wirkungsvollsten.

Wie oft muss ich die Triebe anbinden?

Etwa alle paar Wochen, sobald neue Triebe ein Stück gewachsen sind. Im Frühjahr und Sommer geht das schneller als im Winter.

Kann ich eine Efeutute am Moosstab vermehren?

Ja, sehr gut sogar. Die Triebspitzen haben oft schon kräftige Luftwurzeln und bewurzeln sich schnell im Wasserglas oder in Erde.

Eine Efeutute am Moosstab ist eine schöne Alternative zur klassischen Hängepflanze und zeigt dir, wie sie in der Natur wachsen möchte. Alle Sorten, ob hängend oder kletternd, findest du in unserer Kategorie Efeutute.