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Efeutute schneiden: So wird deine Pflanze wieder buschig

Efeutute im hellen Topf neben dem Schriftzug Efeutute schneiden

Die Efeutute schneiden kannst du das ganze Jahr, am besten im Frühjahr von März bis Mai. Setze die Schere immer einen halben bis einen Zentimeter über einem Knoten an, also über der Stelle, an der ein Blatt am Trieb sitzt. Einzelne Ranken darfst du um bis zu zwei Drittel kürzen, solange die Pflanze insgesamt genug Blätter behält. An den Knoten unter dem Schnitt bildet sie danach neue Seitentriebe und wird buschiger.

Ein Schnitt ist bei der Efeutute kein Muss, aber sie verträgt ihn sehr gut und treibt zuverlässig wieder aus. Wenn du wissen möchtest, wie du sie rundum gut versorgst, findest du alles Wichtige im Ratgeber Efeutute pflegen. Hier geht es darum, wann, wo und wie stark du schneidest und wie du eine kahle Pflanze wieder in Form bringst.

Wenn du noch eine Efeutute suchst oder dir eine zweite wünschst, findest du alle Sorten in unserer Kategorie Efeutute, von der klassischen Hängepflanze bis zur Efeutute am Moosstab.

Warum du deine Efeutute schneiden solltest

Mit den Jahren werden die Ranken oft sehr lang, oben wird die Pflanze lichter, und die Triebe tragen nur noch an den Spitzen Blätter. Es gibt vier gute Gründe für einen Rückschnitt:

  • Lange, kahle Triebe: Ältere Ranken verlieren an ihrem Anfang oft die Blätter und wirken dann dünn und leer. Wenn du sie einkürzt, treibt die Pflanze neu aus.
  • Buschiger Wuchs: Nach dem Schnitt bildet die Efeutute an den Knoten unterhalb der Schnittstelle neue Seitentriebe. So wird sie dichter und voller.
  • Form und Platz: Hängende Ranken können schnell bis auf den Boden reichen. Mit der Schere bestimmst du, wie lang sie sein sollen.
  • Gesundheit: Vertrocknete, gelbe oder beschädigte Blätter und Triebe nimmst du beim Schneiden gleich mit heraus. So bleibt die Pflanze sauber und gepflegt.

Dazu kommt ein schöner Nebeneffekt: Aus dem Schnittgut ziehst du ganz einfach neue Pflanzen.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Schneiden kannst du die Efeutute das ganze Jahr über. Ideal ist das Frühjahr, etwa von März bis Mai. Dann startet die Pflanze in die Wachstumszeit und hat genug Licht und Kraft, um schnell neue Triebe zu bilden. Im Sommer funktioniert es ebenso gut.

Im Herbst und Winter wächst die Efeutute langsamer. Ein leichter Formschnitt ist dann kein Problem, für einen kräftigen Rückschnitt wartest du am besten bis zum Frühjahr. Eine Pflanze, die gerade umgetopft wurde oder geschwächt ist, lässt du erst einige Wochen zur Ruhe kommen. Steht ohnehin das Umtopfen an, kannst du die Pflanze direkt davor schneiden und beides an einem Tag erledigen. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Efeutute umtopfen.

Efeutute schneiden: Wo setzt du die Schere an?

Die wichtigste Regel lautet: Schneide immer knapp über einem Knoten. Der Knoten ist die leicht verdickte Stelle am Trieb, an der ein Blatt ansetzt und oft eine kleine braune Luftwurzel sitzt. Hier liegen die schlafenden Knospen, aus denen neue Triebe wachsen.

Setze die Schere etwa einen halben bis einen Zentimeter oberhalb des Knotens an. Ein langer Stummel ohne Knoten treibt nicht mehr aus und trocknet nur ein. Schneidest du direkt in den Knoten, kann die Knospe beschädigt werden.

Bei kahlen Trieben kürzt du bis zu einem Knoten, der noch ein Blatt trägt, oder bis in den beblätterten Bereich nahe am Topf. Auch kahle Knoten können wieder austreiben, das dauert aber oft länger.

Schritt für Schritt: So schneidest du deine Efeutute

  1. Reinige Schere oder Messer mit etwas Alkohol und zieh Handschuhe an, wenn du empfindliche Haut hast.
  2. Stelle die Pflanze auf einen Tisch und schau sie dir von allen Seiten an. Wo ist sie kahl, wo zu lang, wo zu dicht?
  3. Entferne zuerst alles Vertrocknete, Gelbe und Beschädigte direkt am Trieb.
  4. Kürze dann die langen und kahlen Ranken jeweils knapp über einem Knoten auf die gewünschte Länge.
  5. Schneide die Triebe unterschiedlich lang, damit ein natürlicher, gestaffelter Wuchs entsteht statt einer harten Kante.
  6. Sammle das Schnittgut ein. Stücke mit Knoten kannst du als Stecklinge nutzen, den Rest entsorgst du gleich.

Wie stark darfst du schneiden?

Die Efeutute ist sehr schnittverträglich. Einzelne Triebe kannst du um bis zu zwei Drittel ihrer Länge kürzen, bei Bedarf auch bis auf wenige Knoten über der Erde. Entscheidend ist, dass die Pflanze danach insgesamt noch genug Blätter hat, denn über die Blätter gewinnt sie die Energie für den Neuaustrieb.

Bei einer großen, stark verkahlten Pflanze schneidest du deshalb am besten in zwei Etappen. Kürze im ersten Schritt etwa ein Drittel bis die Hälfte der Ranken kräftig und lass die übrigen stehen. Wenn die geschnittenen Triebe nach einigen Wochen neu ausgetrieben haben, folgt der Rest.

Eine kahle Efeutute wieder dicht bekommen

Viele Efeututen sehen nach ein paar Jahren gleich aus: Oben am Topf ist kaum noch Grün, die Ranken hängen lang und dünn herunter, und nur die Spitzen tragen Blätter. Das liegt in der Natur der Pflanze, sie wächst vor allem an den Triebenden weiter. Oft kommt etwas zu wenig Licht dazu.

So bringst du sie wieder in Form:

  • Kürze die kahlen Ranken kräftig, gern bis auf wenige Knoten über der Erde. Dort treiben neue Triebe aus.
  • Stelle die Pflanze danach etwas heller, ohne pralle Mittagssonne. Mit mehr Licht bleiben die Abstände zwischen den Blättern kürzer.
  • Bewurzle die abgeschnittenen Triebspitzen und setze sie zurück in den Topf der Mutterpflanze. So wird sie von unten schnell wieder dicht.

Was passiert mit dem Schnittgut?

Die abgeschnittenen Triebe sind viel zu schade für den Kompost. Jedes Stück mit mindestens einem Knoten kann zu einer neuen Pflanze werden.

Beim Stecklinge schneiden gilt eine andere Regel als an der Mutterpflanze: An der Pflanze schneidest du über dem Knoten, damit sie neu austreibt. Am Steckling sitzt der Knoten dagegen unten, denn dort sollen die Wurzeln wachsen. Ideal sind Stücke von etwa 10 bis 15 Zentimetern mit zwei bis drei Knoten. Du stellst sie ins Wasserglas oder steckst sie direkt in Erde, und nach einigen Wochen bilden sich Wurzeln. Wo genau du die Ableger abtrennst und wie das Bewurzeln Schritt für Schritt funktioniert, erklären wir im Ratgeber Efeutute vermehren.

Das richtige Werkzeug und Schutz für Haut und Haustiere

Du brauchst nicht viel:

  • Eine scharfe, saubere Schere oder ein scharfes Messer. Glatte Schnitte heilen schneller als gequetschte.
  • Etwas Alkohol oder heißes Wasser, um die Klinge vorher zu reinigen. So überträgst du keine Krankheitserreger von anderen Pflanzen.
  • Handschuhe, wenn du empfindliche Haut hast.

Die Efeutute enthält einen Pflanzensaft mit Calciumoxalat-Kristallen, der die Haut reizen kann. Mit Handschuhen bist du auf der sicheren Seite. Wasch dir nach dem Schneiden die Hände und räum das Schnittgut gleich weg, wenn Katzen, Hunde oder kleine Kinder im Haushalt leben. Mehr dazu liest du im Artikel Ist die Efeutute giftig?

Efeutute am Moosstab in Form halten

Eine Efeutute am Moosstab wächst nach oben und wird mit der Zeit höher als ihr Stab. Triebe, die oben weit herausragen, kannst du einfach auf Höhe der Stabspitze einkürzen. Alternativ verlängerst du den Stab, wenn die Pflanze weiter wachsen soll.

Seitliche Triebe, die vom Stab wegwachsen, bindest du entweder locker an oder schneidest sie knapp über einem Knoten ab. So bleibt die Pflanze kompakt und aufrecht. Wie du die Triebe richtig führst und den Stab verlängerst, erfährst du im Ratgeber Efeutute am Moosstab.

Pflege nach dem Schnitt

Nach dem Rückschnitt braucht die Efeutute keine besondere Behandlung. Stelle sie hell auf, ohne pralle Mittagssonne, und gieß wie gewohnt, wenn die oberen zwei bis drei Zentimeter Erde trocken sind. Da die Pflanze nach einem starken Schnitt weniger Blätter hat, verbraucht sie auch etwas weniger Wasser. Gieß deshalb lieber etwas sparsamer, bis neue Blätter wachsen. Im Frühjahr und Sommer unterstützt sie ein Grünpflanzendünger alle zwei bis drei Wochen beim Neuaustrieb.

Nach einigen Wochen siehst du an den Knoten unterhalb der Schnittstellen die ersten neuen Triebe. Im Frühjahr und Sommer geht das meist schneller als im Winter.

Häufige Fragen zum Efeutute schneiden

Kann ich eine Efeutute radikal zurückschneiden?

Ja, sie verträgt auch einen starken Rückschnitt. Lass am besten an jedem Trieb einige Knoten mit Blättern stehen und schneide bei sehr großen Pflanzen in zwei Etappen.

Darf ich die Luftwurzeln abschneiden?

Das ist nicht nötig, die Luftwurzeln schaden der Pflanze nicht. Wenn einzelne sehr lange Luftwurzeln stören, kannst du sie kürzen, die Efeutute verträgt das gut. Schöner ist es oft, sie in die Erde oder an einen Moosstab zu leiten. Vertrocknete Luftwurzeln entfernst du einfach.

Warum treibt meine Efeutute nach dem Schnitt nicht aus?

Meist fehlt Licht, oder es ist Winter und die Pflanze ruht. Ein hellerer Platz und etwas Geduld helfen. Prüfe auch, ob du über einem Knoten geschnitten hast.

Muss ich die Schnittstellen verschließen?

Nein. Die Schnittstellen trocknen von allein ab. Wichtig ist nur ein sauberes, scharfes Werkzeug.

Wie oft sollte ich meine Efeutute schneiden?

Ein Rückschnitt pro Jahr im Frühjahr reicht meist. Einzelne zu lange Triebe und vertrocknete Blätter kannst du jederzeit entfernen.

Ein Schnitt über dem Knoten zur richtigen Zeit genügt, und deine Efeutute wächst wieder dicht und gesund. Wenn du Lust auf weitere Sorten bekommen hast, schau dir alle Pflanzen in unserer Kategorie Efeutute an.