Irgendwann wird es deiner Monstera im alten Topf zu eng: Die Wurzeln schauen unten heraus, und neue Blätter bleiben oft kleiner als gewohnt. Eine Monstera umtopfen klingt bei einer so großen Pflanze nach viel Arbeit, mit etwas Vorbereitung gelingt es aber gut. Hier erfährst du, was du dabei beachten solltest, von der passenden Topfgröße bis zu Luftwurzeln und Moosstab.
Wie du deine Monstera nach dem Umzug weiterpflegst, vom Standort bis zum Düngen, liest du im Ratgeber Monstera pflegen. Und falls du noch eine Monstera suchst: In der Kategorie Monstera findest du alle Sorten, die du bei uns frisch und direkt vom Züchter bekommst.
Woran du erkennst, dass deine Monstera einen neuen Topf braucht
- Wurzeln wachsen aus dem Topf, unten aus dem Abzugsloch oder oben über die Erde.
- Die Erde trocknet sehr schnell aus, weil der Topf fast nur noch aus Wurzeln besteht.
- Die Pflanze wird kopflastig und kippt leicht um.
- Die Erde ist alt und verdichtet, sodass Gießwasser nur langsam versickert.
Junge Pflanzen brauchen etwa jedes Jahr einen größeren Topf, ältere Exemplare nur alle zwei bis drei Jahre.
Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen
Ideal ist das Frühjahr, also etwa März bis Mai. Dann startet die Monstera in ihre Wachstumsphase und durchwurzelt die frische Erde schnell. Im Herbst und Winter wächst sie langsamer, und die Wurzeln brauchen länger, um sich einzuleben. In dieser Zeit topfst du am besten nur im Notfall um, etwa bei Wurzelfäule oder einem zerbrochenen Topf, und gießt danach besonders sparsam.
Der passende Topf: Wie viel größer darf er sein?
Der neue Topf darf im Durchmesser etwa 2 bis 5 Zentimeter größer sein als der alte, für junge Pflanzen eher am unteren Ende. So durchwurzelt die Monstera die frische Erde zügig, und diese trocknet zwischen zwei Wassergaben gut ab. Wichtig ist ein Abzugsloch, das du mit einer Tonscherbe oder etwas Blähton abdeckst. So bleibt es frei, und überschüssiges Wasser läuft gut ab.
Die richtige Erde zum Umtopfen
Zum Umtopfen nimmst du am besten frische, grobe Erde: Mit Pinienrinde und Perlit oder Bims wird aus Blumenerde eine Mischung, die Feuchtigkeit hält und die Wurzeln trotzdem gut belüftet. Die genaue Zusammensetzung findest du im Ratgeber Welche Erde für Monstera?
Monstera richtig umtopfen: Schritt für Schritt
Leg dir Topf, frische Erde, Blähton, eine saubere Schere und bei Bedarf einen Moosstab bereit. Handschuhe schützen vor dem reizenden Pflanzensaft, und Pflanzenreste räumst du gleich weg, da die Monstera für Katzen giftig ist.
- Am Vortag gießen: Ein leicht feuchter Wurzelballen hält besser zusammen.
- Topf vorbereiten: Leg Blähton über das Abzugsloch und füll so viel Erde ein, dass die Oberfläche des Wurzelballens später etwa zwei Zentimeter unter dem Rand liegt.
- Austopfen: Leg den Topf auf die Seite, fass die Monstera unten am Stamm und zieh sie mit sanftem Druck heraus.
- Wurzeln prüfen: Schüttle lockere alte Erde ab, lös verfilzte Wurzeln mit den Fingern und schneide faule heraus.
- Einsetzen: Setz die Pflanze mittig und genauso tief ein wie vorher, stell einen Moosstab direkt daneben und führ lange Luftwurzeln behutsam mit in den Topf.
- Auffüllen: Füll rundherum Erde ein, klopf den Topf leicht auf und drück die Erde nur sanft an, damit sie luftig bleibt.
- Angießen: Gieß, bis die Erde gleichmäßig feucht ist, und schütte überschüssiges Wasser nach einer Viertelstunde aus dem Übertopf.
Wurzeln prüfen und faule Wurzeln schneiden
Gesunde Wurzeln sind fest und hell bis hellbraun, faule dagegen dunkelbraun bis schwarz, matschig und muffig. Bei ihnen löst sich die äußere Schicht oft schon bei leichtem Zug. Faule Wurzeln schneidest du mit einer sauberen Schere bis ins feste, helle Gewebe zurück, gesunde lässt du möglichst vollständig stehen. Nur sehr lange Wurzeln, die sich am Topfboden im Kreis winden, darfst du etwas einkürzen.
Musstest du viele Wurzeln entfernen, wählst du einen Topf passend zur verbliebenen Wurzelmasse und gießt besonders sparsam, denn hinter Wurzelfäule steckt meist zu viel Wasser, mehr dazu in Monstera gelbe Blätter abschneiden. Ist kaum eine gesunde Wurzel übrig, rettest du die Pflanze am besten über einen Steckling, wie in Monstera vermehren beschrieben.
Wohin mit den Luftwurzeln?
Luftwurzeln, die schon in der alten Erde stecken, ziehen einfach mit um. Längere, die bis zum Topf herabhängen, nimmst du beim Einsetzen gleich mit in die frische Erde, wo sie die Pflanze zusätzlich verankern und versorgen. Wie du sie behutsam biegst, an den Moosstab bindest oder kürzt, erfährst du im Ratgeber Monstera Luftwurzeln.
Monstera mit Moosstab oder Rankhilfe umtopfen
Ein Moosstab, also ein mit Moos umwickelter Stab, dient der Kletterpflanze als Ersatz für den Baumstamm, an dem sie in der Natur emporwächst. Am Stab entwickelt sich die Monstera aufrechter, braucht weniger Platz in der Breite und bildet mit der Zeit oft größere Blätter. Eine Rankhilfe aus Kokosfasern gibt ebenfalls Halt, in feuchtes Moos wachsen die Luftwurzeln aber leichter ein. Am besten setzt du den Stab beim Umtopfen, solange der Wurzelballen frei liegt.
Den Stamm befestigst du mit weichen Pflanzenbindern so locker am Stab, dass er Platz zum Dickerwerden behält. Luftwurzeln auf Höhe des Stabs legst du gleich ans Moos, dort finden sie schneller Halt. Auch die Monstera Monkey Leaf klettert gern an einem Stab empor.
Große Monstera umtopfen: Am besten zu zweit
Eine ausgewachsene Monstera ist schwer, und ihre großen Blätter knicken leicht. Binde sie deshalb vorher locker mit einem weichen Band zusammen. Zu zweit geht es dann entspannter: Eine Person hält die Pflanze am Stamm, die andere löst den Topf und füllt Erde auf. Passt kein größerer Topf mehr an ihren Platz, tauschst du jedes Frühjahr die oberen drei bis fünf Zentimeter Erde aus. Wie du eine große Monstera kompakter hältst, liest du in Monstera schneiden.
Pflege nach dem Umtopfen
Stell deine Monstera danach an einen hellen, warmen Platz ohne pralle Mittagssonne. Gieß in den ersten Wochen sparsam, denn frische Erde hält viel Feuchtigkeit, und die Wurzeln müssen erst einwachsen. Die nächste Wassergabe ist fällig, wenn die oberen drei bis vier Zentimeter trocken sind. Mit dem Düngen wartest du etwa vier bis sechs Wochen, denn handelsübliche Blumenerde ist meist vorgedüngt und versorgt die Pflanze in dieser Zeit ausreichend.
Wenn die Monstera nach dem Umtopfen die Blätter hängen lässt
Hängende Blätter in den ersten Tagen sind als sogenannter Umtopfschock ganz normal: Beim Umtopfen reißen immer einige feine Wurzeln ab, und bis sie nachgewachsen sind, nimmt die Pflanze weniger Wasser auf. Meist richten sich die Blätter nach ein bis zwei Wochen wieder auf. Bleiben sie länger schlaff und ist die Erde dauerhaft nass, lässt du sie gründlich abtrocknen.
FAQ zum Monstera umtopfen
Muss ich eine frisch gekaufte Monstera Deliciosa sofort umtopfen?
Das hat Zeit. Gönn ihr zuerst zwei bis drei Wochen zum Eingewöhnen, im Herbst oder Winter wartest du am besten bis zum Frühjahr. Die Monstera Deliciosa kommt im Topf mit 17 Zentimetern Durchmesser zu dir, beim ersten Umtopfen passt dann einer mit etwa 19 bis 22 Zentimetern.
Muss ich eine Kokodama Monstera Minima umtopfen?
Die Kokodama Monstera Minima ist botanisch keine echte Monstera, sondern eine Rhaphidophora tetrasperma, und kommt in ihrem Kokosfaser-Ball eine ganze Weile ohne Umtopfen aus. Wachsen viele Wurzeln heraus, setzt du sie im Frühjahr samt Ball in einen etwas größeren Topf mit lockerer Erde und gießt sie ab dann wie eine Topfpflanze.
Bereit für den neuen Topf
Wenn du deine Monstera umtopfen möchtest, brauchst du vor allem einen etwas größeren Topf, lockere Erde und ein wenig Ruhe. Hast du Lust auf eine weitere Monstera, dann entdecke die Monstera Deliciosa oder schau dir alle Sorten in der Kategorie Monstera an. Deine neue Pflanze kommt frisch und direkt vom Züchter und ist in 2 bis 5 Werktagen bei dir.
