Warum der Elefantenfuß so beliebt ist
Der Elefantenfuß, botanisch Beaucarnea recurvata, ist eine dieser Pflanzen, die man einmal sieht und danach nicht mehr vergisst. Aus einem dick angeschwollenen Stammfuß, der tatsächlich an einen Elefantenfuß erinnert, sprießt ein Schopf aus schmalen, überhängenden Blättern. Eine Palme ist sie übrigens nicht, auch wenn man sie oft Elefantenfußpalme nennt: Botanisch gehört die Beaucarnea zu den Spargelgewächsen. Beliebt ist sie vor allem, weil sie ordentlich Charakter mitbringt und trotzdem kaum Ansprüche stellt. Damit gehört sie zu den pflegeleichten Zimmerpflanzen, mit denen auch Menschen zurechtkommen, die schon zwei Farne auf dem Gewissen haben. Genau deshalb ist sie auch als Büropflanze so gefragt: Zwei Wochen Urlaub übersteht sie, ohne mit der Wimper zu zucken.
Der perfekte Standort für deinen Elefantenfuß
Beim Licht ist der Elefantenfuß anspruchsvoller als viele andere Zimmerpflanzen, allerdings in die andere Richtung: Er will viel davon. In seiner Heimat wächst er auf trockenen Hängen in Mexiko, volle Sonne ist er also gewohnt. Ein Süd- oder Westfenster ist ideal, und direkte Mittagssonne verträgt er gut, wenn du ihn langsam daran gewöhnst. An einem dunklen Platz geht er nicht ein, bildet aber dünnere Blätter und einen weniger kräftigen Stamm. Seine Herkunft sieht man ihm an, und zwischen unseren exotischen Zimmerpflanzen fällt er schon durch seine Silhouette auf. Welche Arten sonst noch mit viel Sonne zurechtkommen, liest du in unserem Ratgeber Zimmerpflanzen für das Südfenster.
Elefantenfuß vermehren: So klappt’s
Vermehren lässt sich der Elefantenfuß am zuverlässigsten über Kindel. Ältere Pflanzen bilden am Stammfuß kleine Seitentriebe, die du im Frühjahr mit einem sauberen, scharfen Messer abtrennen kannst. Wichtig ist, dass jedes Kindel ein Stück eigenes Gewebe vom Stammfuß mitbekommt. Lass die Schnittstelle danach ein bis zwei Tage antrocknen, bevor du das Stück in sandiges, durchlässiges Substrat setzt. Dann heißt es sparsam gießen und Geduld haben. Über klassische Stecklinge funktioniert es bei dieser Art nicht, der Stamm treibt nach einem Schnitt nicht einfach neu aus. Wer es ganz genau nehmen will, zieht ihn aus Samen, dabei vergehen allerdings Jahre bis zum ersten dicken Stammfuß.
Die richtige Erde für deinen Elefantenfuß
Beim Substrat gilt eine einzige Regel: Es muss schnell wieder abtrocknen. Weil der Elefantenfuß sein Wasser im Stamm speichert, ist dauerfeuchte Erde für ihn das größte Risiko. Am besten funktioniert eine Kakteen- oder Palmenerde, alternativ eine gute Zimmerpflanzenerde, die du großzügig mit Sand, Perlite oder Blähton abmagerst. Ein Abflussloch im Topf ist dabei Pflicht und kein Extra. Umtopfen musst du ihn nur selten, denn er wächst ausgesprochen langsam. Die große Variante mit 110 bis 130 cm im 27 cm Topf ist eine echte Bodenpflanze und steht bei uns zu Recht bei den großen Zimmerpflanzen.
Häufige Fragen zum Elefantenfuß
Ist der Elefantenfuß giftig für Katzen?
Dazu gibt es keine eindeutige Quellenlage: Manche Datenbanken führen Beaucarnea recurvata als unbedenklich, andere stufen sie als schwach giftig ein. Solange das nicht geklärt ist, behandeln wir sie wie jede Pflanze, an der nicht geknabbert werden sollte, und empfehlen einen Platz außerhalb der Reichweite deiner Katze. Wenn du eine Pflanze mit klarer Einstufung suchst, findest du diese in unserer Kollektion ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen.
Welche Größe soll ich wählen?
Die Variante mit 60 bis 80 cm im 21 cm Topf passt auf Kommode, Sideboard oder eine breite Fensterbank. Mit 110 bis 130 cm im 27 cm Topf wird der Elefantenfuß zur Bodenpflanze und wirkt als Solitär im Raum. Weil er pro Jahr nur wenige Zentimeter zulegt, lohnt es sich, gleich die Größe zu nehmen, die du dir vorstellst. Unser komplettes Sortiment findest du unter Zimmerpflanzen.
Wie oft muss ich den Elefantenfuß gießen?
Im Sommer etwa alle zwei Wochen, im Winter alle vier bis sechs. Warte, bis die Erde vollständig durchgetrocknet ist, und gieß dann einmal durchdringend. Staunässe ist der einzige Fehler, der ihm wirklich gefährlich wird. Ein weicher, schrumpeliger Stammfuß bedeutet fast immer zu viel Wasser, nicht zu wenig.
Warum werden die Blattspitzen braun?
Trockene, braune Blattspitzen sind beim Elefantenfuß normal und meist harmlos, besonders in der Heizperiode. Du kannst sie mit einer sauberen Schere schräg abschneiden, ohne dabei ins grüne Gewebe zu schneiden. Werden dagegen ganze Blätter gelb und weich oder riecht die Erde muffig, solltest du Stammfuß und Wurzeln auf Fäulnis prüfen.