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Drachenbaum pflegen: So bleibt deine Dracaena gesund und kräftig

Drachenbaum Hawaiian Sunshine im hellen Topf neben dem Schriftzug Drachenbaum pflegen

Drachenbaum Hawaiian Sunshine im hellen Topf neben dem Schriftzug Drachenbaum pflegen

Der Drachenbaum gehört zu den dankbarsten Zimmerpflanzen überhaupt. Mit seinen schlanken Stämmen und den Blattschöpfen an der Spitze bringt er einen Hauch Tropen in jeden Raum, und dabei verzeiht er kleine Pflegefehler erstaunlich gut. Drachenbaum pflegen ist also kein Hexenwerk: Wenn Standort, Gießen und ein paar Handgriffe im Jahr stimmen, wächst er über viele Jahre kräftig weiter. In diesem Ratgeber erfährst du alles, was du dafür wissen musst, vom richtigen Platz bis zur Hilfe bei gelben Blättern.

Alle Sorten, die du bei uns frisch vom Züchter bekommst, findest du übersichtlich in unserer Kategorie Drachenbaum.

Welche Drachenbaum-Arten gibt es?

Unter dem Namen Drachenbaum (Dracaena) werden mehrere Arten verkauft, die sich in Optik und Pflege ein wenig unterscheiden. Für die Wohnung sind vor allem zwei Gruppen wichtig.

Die Dracaena Marginata trägt lange, schmale Blätter, die wie ein Schopf aus dünnen, verzweigten Stämmen wachsen. Je nach Sorte haben die Blätter rote, rosa oder gelbe Ränder. Der Drachenbaum Marginata Magenta leuchtet mit pinkfarbenen Blatträndern, die Marginata Bicolor ist grün und rosa gestreift, und die Marginata Green zeigt sich ganz in sattem Grün. Die Marginata ist besonders robust und verträgt auch einmal etwas Trockenheit.

Die Dracaena Fragrans, oft auch als Deremensis verkauft, hat breitere, weichere Blätter. Hierzu gehören Sorten wie der Drachenbaum Lemon Lime mit limettengrünen Streifen, die sonnengelb gestreifte Hawaiian Sunshine, die goldgelbe Dorado und die einfarbig dunkelgrüne Dracaena Lisa. Diese Gruppe mag es etwas gleichmäßiger feucht und freut sich über eine höhere Luftfeuchtigkeit.

Die Grundregeln der Pflege sind bei allen Drachenbäumen gleich. Wo es Unterschiede gibt, findest du sie in den einzelnen Abschnitten.

Der richtige Standort für deinen Drachenbaum

Ein heller Platz ohne pralle Mittagssonne ist für fast jeden Drachenbaum ideal. Ein bis zwei Meter neben einem Ost oder Westfenster passt wunderbar, und auch ein helles Südfenster mit etwas Abstand oder einer leichten Gardine ist eine gute Wahl. Die Morgen und Abendsonne genießt besonders die Marginata.

Als Faustregel gilt: Je bunter die Blätter, desto mehr Licht braucht die Pflanze. Sorten mit kräftigen gelben oder rosa Streifen behalten ihre Farbe nur an einem hellen Standort. Ganz grüne Sorten wie die Lisa oder die Marginata Green kommen auch mit Halbschatten gut zurecht und eignen sich deshalb ebenfalls für etwas dunklere Ecken. Weitere Pflanzen für solche Plätze findest du bei unseren Zimmerpflanzen für wenig Licht.

Bekommt dein Drachenbaum zu wenig Licht, wächst er lang und dünn, die Blätter werden schmaler und die Musterung verblasst. Dann hilft ein Umzug näher ans Fenster. Da der Drachenbaum zum Licht hin wächst, lohnt es sich, den Topf alle paar Wochen ein Stück zu drehen. So bleibt die Krone schön gleichmäßig.

Drachenbaum richtig gießen

Beim Gießen liegt das Geheimnis eines gesunden Drachenbaums. Er speichert etwas Wasser in seinem Stamm und mag es, wenn die Erde zwischen zwei Wassergaben antrocknet. Am besten prüfst du mit dem Finger: Sind die oberen zwei bis drei Zentimeter Erde trocken, ist es Zeit zum Gießen.

Im Frühling und Sommer bedeutet das meist einmal pro Woche, bei großen Pflanzen an warmen Tagen auch etwas öfter. Im Herbst und Winter wächst der Drachenbaum langsamer und braucht deutlich weniger Wasser. Dann reicht es oft, alle zwei bis drei Wochen zu gießen.

Gieß lieber durchdringend, bis Wasser unten aus dem Topf läuft, und schütte das überschüssige Wasser nach etwa einer Viertelstunde aus dem Übertopf. So bekommen alle Wurzeln genug ab und stehen anschließend wieder an der Luft. Ein Topf mit Abzugsloch und eine Schicht Blähton am Boden helfen dabei, dass das Wasser gut ablaufen kann.

Drachenbäume reagieren empfindlich auf Kalk und Fluorid im Leitungswasser. Mit abgestandenem Leitungswasser, gefiltertem Wasser oder Regenwasser bleiben die Blattspitzen deutlich länger grün.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Normale Raumluft reicht dem Drachenbaum in der Regel völlig aus. In der Heizperiode wird die Luft aber oft sehr trocken, und das zeigt sich schnell an braunen Blattspitzen. Gelegentliches Besprühen mit kalkarmem Wasser, eine Schale mit Wasser in der Nähe oder ein Luftbefeuchter helfen deiner Pflanze durch den Winter. Besonders die breitblättrigen Fragrans Sorten wie die Lemon Lime danken dir das.

Wohl fühlt sich der Drachenbaum bei Zimmertemperaturen zwischen 18 und 25 Grad. Im Winter darf es etwas kühler sein, die Temperatur sollte aber über 15 Grad bleiben. Einen Platz ohne kalte Zugluft und mit etwas Abstand zur Heizung mag er am liebsten.

Drachenbaum düngen

Von März bis September wächst dein Drachenbaum am stärksten und freut sich über Nährstoffe. Ein flüssiger Grünpflanzendünger alle zwei bis vier Wochen ins Gießwasser reicht völlig aus. Am besten dosierst du ihn eher etwas sparsamer als auf der Packung angegeben, denn Drachenbäume wachsen gemächlich und brauchen nur wenig.

Von Oktober bis Februar legt die Pflanze eine Ruhepause ein. In dieser Zeit kannst du das Düngen einfach aussetzen und im Frühjahr wieder beginnen.

Umtopfen und die richtige Erde

Ein Drachenbaum wächst langsam und muss nur etwa alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Ein guter Zeitpunkt ist das Frühjahr, wenn die Pflanze aus der Winterruhe erwacht. Spätestens wenn die Wurzeln unten aus dem Topf wachsen oder die Erde nach dem Gießen sehr schnell austrocknet, ist es so weit.

Wähle einen neuen Topf, der etwa zwei bis vier Zentimeter größer ist als der alte. Als Erde eignet sich hochwertige Grünpflanzenerde, die du mit etwas Perlite oder Blähton auflockerst. So bleibt sie luftig und das Wasser kann gut ablaufen. Unten in den Topf kommt eine Drainageschicht aus Blähton. Nach dem Umtopfen gießt du einmal kräftig an und stellst die Pflanze wieder an ihren gewohnten Platz.

Große Exemplare, die sich nur noch schwer umtopfen lassen, kannst du einfach jedes Frühjahr mit frischer Erde versorgen. Dafür nimmst du die oberen paar Zentimeter Erde ab und ersetzt sie durch neue.

Drachenbaum schneiden und vermehren

Ist dein Drachenbaum zu groß geworden oder wächst er sehr schief, kannst du ihn ganz einfach kürzen. Mit einem scharfen, sauberen Messer schneidest du den Stamm im Frühjahr auf der gewünschten Höhe ab. Unterhalb der Schnittstelle treiben meist nach einigen Wochen zwei oder drei neue Blattschöpfe aus, und die Pflanze wird buschiger. Damit die Schnittstelle schnell abtrocknet, kannst du sie mit etwas Baumwachs verschließen. Eine ausführliche Anleitung Schritt für Schritt findest du in Drachenbaum schneiden.

Aus dem abgeschnittenen Stück ziehst du ganz leicht neue Pflanzen:

  • Kopfstecklinge: Den oberen Teil mit dem Blattschopf stellst du in ein Glas Wasser oder direkt in feuchte Erde. An einem hellen, warmen Platz bilden sich nach drei bis sechs Wochen die ersten Wurzeln.
  • Stammstücke: Den restlichen Stamm kannst du in Stücke von 10 bis 20 Zentimetern teilen. Wichtig ist, dass du dir merkst, wo oben und unten ist. Die Stücke steckst du mit der unteren Seite ein paar Zentimeter tief in feuchte Erde. Nach einigen Wochen treiben seitlich neue Blätter aus.

Mit einer durchsichtigen Haube oder einem Gefrierbeutel über den Stecklingen bleibt die Luft feucht, und die Wurzeln bilden sich schneller. Einmal täglich lüften hält die Stecklinge gesund. Alle Methoden im Detail erklären wir in Drachenbaum vermehren.

Häufige Probleme und was hilft

Der Drachenbaum ist robust, zeigt aber deutlich, wenn ihm etwas fehlt. Die gute Nachricht: Die meisten Probleme lassen sich mit kleinen Änderungen schnell lösen.

Gelbe Blätter

Wenn ab und zu ein unteres Blatt gelb wird und abfällt, ist das völlig normal. Der Drachenbaum wirft seine ältesten Blätter ab, während oben neue nachwachsen. So entsteht mit der Zeit der typische Stamm.

Werden dagegen viele Blätter auf einmal gelb, steckt meist zu viel Wasser dahinter. Prüfe dann, ob die Erde dauerhaft feucht ist und ob Wasser im Übertopf steht. Lass die Erde gut antrocknen und gieß in Zukunft etwas sparsamer. Mehr zu den Ursachen erfährst du in unserem Ratgeber Gelbe Blätter an Zimmerpflanzen. Speziell für den Drachenbaum haben wir alle Ursachen in Drachenbaum gelbe Blätter und braune Spitzen zusammengefasst.

Braune Spitzen

Braune, trockene Blattspitzen entstehen fast immer durch trockene Heizungsluft, kalkhaltiges Wasser oder sehr unregelmäßiges Gießen. Mit kalkarmem Wasser, gelegentlichem Besprühen und einem gleichmäßigen Gießrhythmus bleiben neue Blätter grün. Die braunen Spitzen kannst du mit einer sauberen Schere schräg abschneiden. Lass dabei einen schmalen braunen Rand stehen, so bleibt das gesunde Blattgewebe unverletzt.

Hängende Blätter

Lässt dein Drachenbaum die Blätter hängen, lohnt sich zuerst ein Blick auf die Erde. Ist sie knochentrocken, braucht die Pflanze einfach Wasser, und die Blätter richten sich nach dem Gießen meist innerhalb eines Tages wieder auf. Ist die Erde dagegen nass, leiden die Wurzeln unter zu viel Feuchtigkeit. Dann lässt du die Erde gründlich abtrocknen. Auch Kälte oder Zugluft können dafür sorgen, dass die Blätter schlapp herunterhängen. Ein warmer, geschützter Platz bringt sie wieder in Form. Wie du die Ursache Schritt für Schritt findest, liest du in Drachenbaum hängende Blätter.

Weicher Stamm

Ein weicher, matschiger Stamm ist ein Zeichen für Fäulnis, meist durch längere Zeit zu nasse Erde. Schneide in diesem Fall den Stamm oberhalb der weichen Stelle bis ins feste, gesunde Gewebe ab und zieh aus dem oberen Teil einen neuen Steckling, wie oben beschrieben. So rettest du deine Pflanze und hast nach einigen Wochen wieder einen kräftigen Drachenbaum.

Schädlinge

In trockener Heizungsluft fühlen sich Spinnmilben wohl. Du erkennst sie an feinen Gespinsten und hellen Pünktchen auf den Blättern. Auch Schmierläuse und Thripse kommen ab und zu vor. Wirf deshalb regelmäßig einen Blick auf die Blattunterseiten. Eine lauwarme Dusche spült viele Schädlinge ab, und eine höhere Luftfeuchtigkeit beugt einem neuen Befall vor. Kleine Fliegen über der Erde sind dagegen meist Trauermücken, dazu haben wir einen eigenen Ratgeber: Trauermücken bekämpfen.

Ist der Drachenbaum giftig für Katzen?

Ja, der Drachenbaum gilt als giftig für Katzen und Hunde. Seine Blätter enthalten Saponine, die Mund und Magen reizen. Knabbert eine Katze daran, können Speicheln, Erbrechen und Appetitlosigkeit die Folge sein. Lebensbedrohlich ist das in der Regel nicht, trotzdem gehört der Drachenbaum in einem Haushalt mit Katzen am besten an einen Platz, den die Tiere nicht erreichen. Zeigt deine Katze nach dem Knabbern Beschwerden, ist der Tierarzt die richtige Anlaufstelle. Alles zu Symptomen und sicheren Alternativen findest du in unserem Ratgeber Ist der Drachenbaum giftig für Katzen?

Wenn du ganz auf Nummer sicher gehen möchtest, findest du in unserer Kategorie ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen viele schöne Alternativen.

FAQ zum Drachenbaum

Wie oft muss ich meinen Drachenbaum gießen?

Im Sommer meist einmal pro Woche, im Winter alle zwei bis drei Wochen. Entscheidend ist, dass die oberen zwei bis drei Zentimeter Erde vor dem nächsten Gießen trocken sind.

Wie schnell wächst ein Drachenbaum?

Der Drachenbaum wächst eher langsam, je nach Sorte und Licht etwa 10 bis 30 Zentimeter pro Jahr. Mit den Jahren kann er in der Wohnung trotzdem stattliche zwei bis drei Meter erreichen.

Kann ich meinen Drachenbaum im Sommer nach draußen stellen?

Ja, an warmen Sommertagen über 15 Grad genießt er einen geschützten, halbschattigen Platz auf Balkon oder Terrasse. Gewöhne ihn langsam an das hellere Licht, damit die Blätter keinen Sonnenbrand bekommen, und hol ihn rechtzeitig vor den ersten kalten Nächten wieder ins Haus.

Warum verliert mein Drachenbaum unten Blätter?

Das ist ganz natürlich. Der Drachenbaum wirft seine ältesten Blätter unten ab, während an der Spitze neue nachwachsen. Dadurch entsteht nach und nach der typische Stamm.

Welcher Drachenbaum ist für Anfänger am besten geeignet?

Die Dracaena Marginata gilt als besonders robust und verzeiht auch einmal eine vergessene Wassergabe. Für etwas dunklere Plätze ist die einfarbig grüne Dracaena Lisa eine schöne Wahl.

Finde deinen neuen Drachenbaum

Ob schlanke Marginata mit bunten Blatträndern oder kräftige Fragrans mit breiten, gestreiften Blättern: Ein Drachenbaum bringt mit wenig Aufwand viel Grün in dein Zuhause. Schau dir alle Sorten in unserer Kategorie Drachenbaum an, von handlichen 50 Zentimetern bis zu imposanten Exemplaren mit fast zwei Metern. Und wenn du dich in weitere Pflanzen mit Charakter verlieben möchtest, findest du bei unseren Zimmerpflanzen mit Stamm noch mehr Inspiration. Jede Pflanze kommt direkt vom Züchter zu dir nach Hause, in 2 bis 5 Werktagen.