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Calathea pflegen: Der große Pflege-Guide zur Korbmarante

KI-Bild: Calathea Orbifolia mit Sprühflasche und Gießkanne

KI-Bild: Calathea Orbifolia mit Sprühflasche und Gießkanne

Calathea pflegen gelingt, wenn du ihr ein Stück Regenwald nachbaust: Ein heller Platz ohne direkte Sonne, gleichmäßig 18 bis 25 Grad ohne Zugluft, eine Luftfeuchtigkeit ab etwa 60 Prozent und Erde, die immer leicht feucht ist, aber nie nass. Gegossen wird mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser, gedüngt von März bis Oktober alle zwei bis vier Wochen in halber Dosis. Die Calathea, auf Deutsch Korbmarante, ist keine Pflanze für Gießmuffel, belohnt dich dafür aber mit gemusterten Blättern, die sich abends wie zum Gebet aufrichten.

Frisch vom Züchter findest du viele Sorten in unserer Kategorie Calathea kaufen. Für den Einstieg eignet sich vor allem die Calathea Lancifolia (Klapperschlangenpflanze), die als eine der unkompliziertesten Arten gilt. Hast du schon etwas Erfahrung, ist die großblättrige Calathea Orbifolia mit silbernen Streifen ein echter Blickfang.

Calathea Pflege auf einen Blick

  • Standort: Hell bis halbschattig, keine direkte Sonne. Ideal ist ein Nord- oder Ostfenster oder ein Platz ein bis zwei Meter von einem West- oder Südfenster entfernt.
  • Temperatur: 18 bis 25 Grad, auch im Winter nicht unter 16 Grad. Keine Zugluft, kein Platz direkt über der Heizung.
  • Luftfeuchtigkeit: Mindestens 50 Prozent, besser 60 bis 80 Prozent.
  • Gießen: Erde gleichmäßig leicht feucht halten, im Sommer etwa ein bis zwei Mal pro Woche, im Winter alle sieben bis zehn Tage. Immer nach Fingertest.
  • Wasser: Kalkarm und zimmerwarm, zum Beispiel Regenwasser oder gefiltertes Leitungswasser.
  • Erde: Locker, humusreich, leicht sauer (pH 5,5 bis 6,5), mit Perlite oder Rinde für gute Drainage.
  • Düngen: März bis Oktober alle zwei bis vier Wochen Grünpflanzendünger in halber Dosis, im Winter Pause.
  • Umtopfen: Alle ein bis zwei Jahre im Frühjahr, in einen eher breiten als tiefen Topf.
  • Haustiere: Ungiftig für Katzen und Hunde.

Was ist eine Calathea? Kurzporträt der Korbmarante

Die Calathea gehört zur Familie der Pfeilwurzgewächse (Marantaceae) und stammt aus dem tropischen Mittel- und Südamerika. Dort wächst sie am Boden feuchter Wälder, im Schatten großer Bäume, bei hoher Luftfeuchtigkeit und gleichmäßiger Wärme. Genau diese Bedingungen erklären fast jede Pflegeregel in diesem Ratgeber.

Botanisch hat sich in den letzten Jahren etwas getan: Viele bekannte Arten wie Orbifolia, Makoyana, Lancifolia oder Zebrina werden heute der Gattung Goeppertia zugeordnet. Im Handel heißen sie aber weiterhin Calathea. Für die Pflege spielt das keine Rolle. Eng verwandt sind die Maranta, etwa die Maranta Lemon Lime (Gebetspflanze), sowie Ctenanthe und Stromanthe, die ganz ähnlich gepflegt werden.

Das Besondere an allen Korbmaranten sind ihre beweglichen Blätter. Am Übergang vom Stiel zum Blatt sitzt ein kleines Gelenk, mit dem die Pflanze ihre Blätter abends aufrichtet und morgens wieder flach ausbreitet. Diese Schlafbewegung heißt Nyktinastie und ist ein Zeichen für eine gesunde Pflanze. Manchmal hörst du dabei sogar ein leises Rascheln.

Der richtige Standort für deine Calathea

Die Calathea mag es hell, aber gefiltert. Direkte Sonne bleicht die Musterung aus und verbrennt die dünnen Blätter, zu viel Schatten lässt die Farben verblassen und das Wachstum stocken. Als Faustregel gilt: Je bunter das Blatt, desto mehr helles, indirektes Licht braucht die Sorte.

  • Nordfenster: Ideal, direkt am Fenster.
  • Ostfenster: Sehr gut, die milde Morgensonne verträgt sie meist.
  • West- und Südfenster: Nur mit Abstand von ein bis zwei Metern oder hinter einem hellen Vorhang.

Ein helles Badezimmer mit Fenster ist für viele Calatheas der Lieblingsplatz, weil dort die Luftfeuchtigkeit von Natur aus höher ist. Auch im Schlafzimmer fühlt sie sich wohl, solange es dort nicht dauerhaft kühler als 18 Grad ist.

Bei der Temperatur ist die Korbmarante empfindlich. Wohl fühlt sie sich zwischen 18 und 25 Grad, unter 16 Grad stellt sie das Wachstum ein, und unter 12 Grad drohen Kälteschäden mit dunklen Flecken. Stelle sie deshalb weg von gekippten Fenstern, Haustüren und Heizkörpern. Konstante Bedingungen sind ihr wichtiger als ein perfekter Wert.

Luftfeuchtigkeit erhöhen: So klappt es auch mit Heizungsluft

Die Luftfeuchtigkeit ist der wichtigste Erfolgsfaktor bei der Calathea Pflege. Im Winter sinkt sie in beheizten Räumen oft auf 30 bis 40 Prozent, die Korbmarante wünscht sich mindestens 50, besser 60 bis 80 Prozent. Ein günstiges Hygrometer zeigt dir, wie feucht die Luft an ihrem Platz wirklich ist.

  • Luftbefeuchter: Die wirksamste Lösung, vor allem in der Heizperiode.
  • Pflanzen gruppieren: Mehrere Pflanzen nebeneinander geben Feuchtigkeit ab und schaffen ein feuchteres Kleinklima.
  • Schale mit Kies und Wasser: Stelle den Topf auf Kies oder Blähton in einer Schale mit Wasser. Der Topfboden sollte dabei nicht im Wasser stehen.
  • Besprühen: Hilft nur kurzfristig. Wenn du sprühst, dann morgens, fein und mit kalkarmem Wasser, damit keine Kalkflecken entstehen.

Calathea gießen: Wie oft und mit welchem Wasser?

Die Erde der Calathea sollte sich immer leicht feucht anfühlen, wie ein ausgedrückter Schwamm. Mache vor jedem Gießen den Fingertest: Ist die Erde in zwei bis drei Zentimetern Tiefe trocken, gieß durchdringend, bis Wasser aus dem Abzugsloch läuft. Nach etwa zehn Minuten gießt du das Wasser aus dem Übertopf ab, denn Staunässe lässt die Wurzeln faulen.

Im Sommer bedeutet das meist ein bis zwei Mal pro Woche, im Winter alle sieben bis zehn Tage. Wie oft genau, hängt von Topfgröße, Raumtemperatur und Licht ab. Ein fester Gießtag ist deshalb weniger zuverlässig als der Finger in der Erde.

Bei der Wasserqualität ist die Calathea anspruchsvoller als die meisten Zimmerpflanzen. Hartes, kalkhaltiges Leitungswasser lagert sich im Substrat ab, erschwert die Nährstoffaufnahme und zeigt sich oft als braune Blattspitzen. Am besten eignen sich Regenwasser oder gefiltertes Wasser. Destilliertes Wasser kannst du ebenfalls verwenden, idealerweise gemischt mit etwas Leitungswasser, denn die Nährstoffe liefert ohnehin der Dünger. Abgestandenes Leitungswasser ist nur eine Notlösung, weil der Kalk beim Stehen nicht verschwindet. Das Wasser sollte zimmerwarm sein, kaltes Wasser stresst die Wurzeln.

Die richtige Erde und das Umtopfen

Die Calathea braucht eine lockere, humusreiche und gut durchlässige Erde mit leicht saurem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Eine bewährte Mischung besteht zur Hälfte aus hochwertiger Blumenerde, dazu 30 Prozent Perlite und 20 Prozent Kokossubstrat. Pinienrinde lockert zusätzlich auf. Eine Drainageschicht aus Blähton am Topfboden schützt vor Staunässe. Rezepte und Fertigerden im Vergleich findest du in unserem Ratgeber zur Calathea Erde.

Umgetopft wird im Frühjahr zwischen März und Mai, wenn die Pflanze in die Wachstumsphase startet: Meist alle ein bis zwei Jahre oder sobald Wurzeln aus dem Abzugsloch wachsen. Die Calathea ist ein Flachwurzler und bildet unterirdische Rhizome, deshalb ist ein breiter, eher flacher Topf besser als ein hoher. Wähle ihn nur zwei bis drei Zentimeter größer als den alten. Die Anleitung Schritt für Schritt steht in unserem Ratgeber Calathea umtopfen.

Calathea düngen

Die Korbmarante hat einen eher geringen Nährstoffbedarf. Von März bis Oktober gibst du alle zwei bis vier Wochen einen Flüssigdünger für Grünpflanzen ins Gießwasser, am besten in halber Dosierung und immer auf leicht feuchte Erde. Von November bis Februar pausierst du. Nach dem Umtopfen wartest du mindestens vier Wochen, weil frische Erde bereits Nährstoffe enthält.

Zu viel Dünger schadet mehr als zu wenig: Salze reichern sich in der Erde an und führen zu braunen Spitzen und Rändern. Welcher Dünger passt und woran du Über- oder Unterversorgung erkennst, erfährst du im Ratgeber Calathea düngen.

Calathea im Winter: So kommt sie gut durch die Heizperiode

Der Winter ist für die Calathea die schwierigste Zeit, weil warme Heizungsluft und kalte Fensterscheiben zusammenkommen. Diese Punkte helfen:

  • Halte mindestens einen Meter Abstand zum Heizkörper und stelle sie nicht auf eine kalte Fensterbank aus Stein.
  • Achte auf mindestens 16 Grad, auch nachts, und halte sie beim Stoßlüften aus dem kalten Luftzug.
  • Gieß seltener, aber regelmäßig: Die Erde soll auch im Winter leicht feucht bleiben.
  • Erhöhe die Luftfeuchtigkeit gezielt, am besten mit einem Luftbefeuchter.
  • Dünge erst wieder ab März.

Häufige Probleme bei der Calathea und was sie bedeuten

Die Calathea zeigt sehr deutlich, wenn ihr etwas fehlt. Das ist ein Vorteil, denn du kannst früh reagieren. Die häufigsten Signale im Überblick:

Braune Spitzen und Ränder

Das häufigste Problem überhaupt. Meist steckt zu trockene Luft dahinter, oft zusammen mit kalkhaltigem Wasser, Überdüngung oder zu trockener Erde. Bereits braune Stellen werden nicht wieder grün, aber neue Blätter wachsen gesund nach, sobald die Ursache behoben ist. Wie du Ursache und Lösung Schritt für Schritt findest, steht im Ratgeber Calathea braune Spitzen und Blätter.

Eingerollte oder hängende Blätter

Rollt die Calathea ihre Blätter nur abends ein, ist das ihre normale Schlafbewegung. Bleiben sie tagsüber eingerollt oder hängen schlaff herunter, ist die Erde zu trocken oder zu nass, die Luft zu trocken oder die Pflanze hat Kälte abbekommen. Alle Ursachen und Lösungen findest du im Ratgeber Calathea eingerollte Blätter.

Gelbe Blätter

Einzelne gelbe Blätter im unteren Bereich sind normal, die Pflanze ersetzt alte Blätter durch neue. Werden mehrere Blätter gleichzeitig gelb, ist meist zu viel Wasser im Spiel. Prüfe dann, ob die Erde dauerhaft nass ist oder Wasser im Übertopf steht, und lass sie etwas abtrocknen. Auch Überdüngung und ein zu kalter Standort können gelbe Blätter auslösen.

Verblasste Musterung

Wird die Zeichnung blass oder bekommen die Blätter helle, ausgebleichte Stellen, steht die Pflanze zu sonnig. Ist sie dagegen dunkel und wächst kaum, braucht sie mehr indirektes Licht.

Schädlinge

Trockene Luft lockt vor allem Spinnmilben an. Du erkennst sie an feinen hellen Pünktchen auf den Blättern und zarten Gespinsten an der Blattunterseite. Auch Thripse und Schildläuse kommen vor. Schau dir beim Gießen regelmäßig die Blattunterseiten an, dusche befallene Pflanzen lauwarm ab und erhöhe die Luftfeuchtigkeit, denn feuchte Luft beugt Spinnmilben am besten vor.

Calathea vermehren

Die zuverlässigste Methode ist die Teilung beim Umtopfen im Frühjahr. Dabei trennst du den Wurzelballen vorsichtig mit den Händen oder einer sauberen Schere, sodass jedes Teilstück zwei bis drei Triebe mit eigenem Rhizomstück und Wurzeln hat. Die Teilstücke setzt du in frische, leicht feuchte Erde und stellst sie warm und hell, aber ohne Sonne. Eine durchsichtige Haube oder Tüte hält die Luftfeuchtigkeit in den ersten Wochen hoch. Stecklinge sind ebenfalls möglich, sie brauchen aber zwingend einen Knoten mit Rhizomgewebe an der Basis und etwa 8 bis 12 Wochen, bis sie Wurzeln bilden. Alle Schritte und typische Fehler findest du im Ratgeber Calathea vermehren.

Ist die Calathea giftig für Katzen und Hunde?

Nein. Die Calathea ist für Katzen, Hunde und Menschen ungiftig und eine der besten Zimmerpflanzen für Haushalte mit Haustieren. Knabbert deine Katze daran, passiert in der Regel nichts, größere Mengen können höchstens den Magen reizen. Der Name Pfeilwurzgewächs hat mit Gift nichts zu tun. Mehr dazu, inklusive Tipps für den Katzenhaushalt, liest du in unserem Ratgeber Sind Calatheas giftig für Katzen. Weitere sichere Pflanzen findest du in unserer Kategorie ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen.

Calathea-Sorten im Überblick

Die Grundpflege ist für alle Sorten gleich. Unterschiede gibt es bei Größe, Musterung und Empfindlichkeit. Diese Sorten findest du bei uns:

Wie sich die einzelnen Sorten in Blattform, Größe und Anspruch unterscheiden, zeigt dir unser Vergleich der Calathea Arten mit Bild. Alle lieferbaren Sorten siehst du auf einen Blick in unserer Kategorie Calathea kaufen.

Blüht die Calathea?

Die meisten Calatheas werden wegen ihrer Blätter gehalten und blühen im Zimmer selten. Ausnahmen sind die Calathea crocata mit orangefarbenen Blütenständen und die Warscewiczii mit weißen Blüten. Wenn deine Calathea blüht, ist das ein Zeichen, dass sie sich sehr wohlfühlt. Verblühte Stiele schneidest du einfach unten ab.

Häufige Fragen zur Calathea Pflege

Ist eine Calathea pflegeleicht?

Nicht ganz. Die Calathea verzeiht weniger als eine Efeutute oder ein Bogenhanf, weil sie konstante Wärme, feuchte Luft und weiches Wasser braucht. Wenn du diese drei Punkte im Griff hast, ist die Pflege aber unkompliziert. Für den Einstieg eignen sich robustere Sorten wie die Calathea Lancifolia oder die Calathea Leopardina. Noch genügsamer ist die verwandte Maranta Lemon Lime. Wie sich die einzelnen Sorten in Muster und Anspruch unterscheiden, zeigt dir unser Vergleich der Calathea Arten.

Wie oft sollte man eine Calathea gießen?

Im Sommer meist ein bis zwei Mal pro Woche, im Winter alle sieben bis zehn Tage. Entscheidend ist der Fingertest: Gieß, sobald die oberen zwei bis drei Zentimeter Erde trocken sind.

Wo sollte eine Calathea stehen?

An einem hellen Platz ohne direkte Sonne, ideal am Nord- oder Ostfenster oder mit Abstand zu einem Süd- oder Westfenster. Ein helles Badezimmer ist wegen der feuchten Luft besonders gut geeignet.

Was mag eine Calathea nicht?

Direkte Sonne, Zugluft, Temperaturen unter 16 Grad, trockene Heizungsluft, kalkhaltiges oder kaltes Gießwasser, Staunässe und häufige Standortwechsel.

Muss ich meine Calathea besprühen?

Du musst nicht, aber es schadet nicht, wenn du kalkarmes Wasser verwendest. Wirksamer gegen trockene Luft sind ein Luftbefeuchter oder mehrere Pflanzen in einer Gruppe.

Warum bewegt meine Calathea ihre Blätter?

Die Calathea richtet ihre Blätter abends auf und senkt sie morgens wieder ab. Diese Schlafbewegung ist natürlich und zeigt, dass die Pflanze aktiv ist.

Mit dem richtigen Platz, weichem Wasser und etwas Geduld wird deine Korbmarante zum Blickfang im Raum. Deine neue Lieblingssorte findest du in unserer Kategorie Calathea kaufen, frisch vom Züchter und in 2 bis 5 Werktagen bei dir.