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Bogenhanf pflegen: So bleibt deine Sansevieria kräftig und gesund

Bogenhanf im hellen Topf neben dem Schriftzug Bogenhanf pflegen

Den Bogenhanf pflegen kann wirklich jeder, auch wenn du bisher kein glückliches Händchen für Zimmerpflanzen hattest. Mit seinen aufrechten, festen Blättern wirkt er modern und klar, und er kommt mit Bedingungen zurecht, bei denen viele andere Pflanzen schlappmachen. Botanisch heißt er heute übrigens Dracaena trifasciata. Lange Zeit lief er unter dem Namen Sansevieria, und so findest du ihn auch heute noch in den meisten Geschäften. Ursprünglich stammt er aus den trockenen Regionen Westafrikas. Daraus ergibt sich die wichtigste Pflegeregel: Der Bogenhanf braucht viel weniger Wasser, als die meisten denken.

Wenn du noch eine passende Pflanze suchst, findest du den Bogenhanf und andere genügsame Pflanzen in unserer Kategorie Zimmerpflanzen, die wenig Wasser brauchen. Bei uns bekommst du deine Pflanze frisch und direkt vom Züchter.

Welche Sorten gibt es?

Im Handel begegnen dir vor allem zwei Wuchsformen, die du ganz ähnlich pflegst.

Der klassische Bogenhanf bildet breite, schwertförmige Blätter mit einem hellen und dunklen Querbandmuster. Er wächst aufrecht in die Höhe und passt dadurch gut in schmale Ecken, neben ein Sideboard oder auf den Boden. Unseren Bogenhanf bekommst du in zwei Größen: Mit etwa 45 Zentimetern für Regal und Fensterbank oder mit rund 70 Zentimetern als Bodenpflanze.

Die Sansevieria cylindrica hat dagegen runde, stabförmige Blätter. Eine besonders schlanke und kompakte Form davon ist die Sansevieria Bacularis. Ihre fast runden, dunkelgrünen Blätter mit hellen Bändern wachsen streng nach oben und wirken sehr grafisch. Sie ist ideal für Schreibtisch, Regal oder kleine Räume.

Daneben gibt es viele Zuchtformen mit gelben Rändern, silbrigen Blättern oder sehr dunkler Färbung. Für die Pflege macht das kaum einen Unterschied. Nur die stark gemusterten und hellen Sorten wünschen sich etwas mehr Licht, damit ihre Farbe kräftig bleibt.

Der richtige Standort für deinen Bogenhanf

Der Bogenhanf ist beim Standort erstaunlich flexibel. Er wächst an einem hellen Fenster genauso wie in einem Flur oder in einer Zimmerecke ein paar Meter vom Fenster entfernt. Deshalb gehört er zu den beliebtesten Zimmerpflanzen für wenig Licht.

Am schönsten entwickelt er sich allerdings an einem hellen Platz. Dort wächst er kompakter, bildet häufiger neue Blätter und zeigt ein kräftiges Muster. Ein Platz am Ost oder Westfenster ist ideal. Auch direkte Sonne verträgt er gut, wenn er sich langsam daran gewöhnen konnte. Kommt er gerade aus einem dunkleren Raum, stellst du ihn zuerst ein paar Tage etwas entfernt vom Fenster auf und rückst ihn dann schrittweise näher heran. So bleiben die Blätter frei von Sonnenbrand.

An einem sehr dunklen Platz wächst der Bogenhanf kaum noch. Die neuen Blätter werden dann lang, schmal und weich und neigen sich mit der Zeit zur Seite. In diesem Fall braucht er einfach etwas mehr Licht. Damit er gleichmäßig wächst, drehst du den Topf alle paar Wochen ein kleines Stück.

Bogenhanf richtig gießen

Beim Gießen entscheidet sich, ob dein Bogenhanf viele Jahre gesund bleibt. Er speichert Wasser in seinen dicken Blättern und in den unterirdischen Rhizomen und kommt deshalb wochenlang ohne Nachschub aus. Für ihn gilt: Gieß erst, wenn die Erde vollständig durchgetrocknet ist.

Im Frühling und Sommer bedeutet das je nach Topfgröße, Licht und Raumtemperatur etwa alle zwei bis vier Wochen. Im Herbst und Winter wächst der Bogenhanf kaum, dann reicht es meist, alle vier bis acht Wochen einen kleinen Schluck zu geben. Steht er kühl, kommt er im Winter auch ganz ohne Wasser aus.

So gießt du richtig:

  • Prüfe mit dem Finger oder einem Holzstäbchen, ob die Erde auch in der Tiefe trocken ist.
  • Gieß dann gründlich, bis Wasser unten aus dem Abzugsloch läuft.
  • Gieß direkt auf die Erde am Rand und lass die Blattmitte trocken. Wasser, das zwischen den Blättern stehen bleibt, kann zu Fäulnis führen.
  • Leere den Übertopf nach etwa einer Viertelstunde, damit die Wurzeln wieder Luft bekommen.

Alternativ kannst du auch von unten gießen. Dafür stellst du den Topf für etwa 20 Minuten in eine Schale mit Wasser, bis sich die Erde vollgesogen hat. Anschließend lässt du das restliche Wasser gut abtropfen.

Die Blätter selbst zeigen dir zuverlässig, wie es um den Wasserhaushalt steht. Feste, glatte Blätter bedeuten: Alles ist in Ordnung. Wirken die Blätter leicht schrumpelig oder gewellt, hat dein Bogenhanf Durst. Werden sie dagegen weich, glasig oder matschig, hat er zu viel Wasser bekommen.

Temperatur und der Bogenhanf im Winter

Als Pflanze aus warmen Regionen mag der Bogenhanf normale Zimmertemperaturen zwischen 18 und 27 Grad. Dauerhaft sollte es mindestens 12 bis 15 Grad warm bleiben. Kälte allein verträgt er eine Weile, kritisch wird es vor allem, wenn kalte Temperaturen und nasse Erde zusammenkommen. Dann faulen die Wurzeln besonders schnell.

Im Winter stellst du deinen Bogenhanf deshalb etwas weg von kalten Fensterscheiben und gießt nur noch sehr sparsam. Trockene Heizungsluft macht ihm dagegen nichts aus. Sprühen oder eine erhöhte Luftfeuchtigkeit braucht er nicht.

Bogenhanf düngen

Der Bogenhanf wächst langsam und braucht nur wenige Nährstoffe. Von April bis September gibst du ihm etwa alle vier bis sechs Wochen einen Kakteen oder Grünpflanzendünger in halber Dosierung ins Gießwasser. Von Oktober bis März legst du eine Pause ein. Frisch umgetopfte Pflanzen düngst du erst nach etwa zwei Monaten, denn die neue Erde enthält bereits genug Nährstoffe.

Umtopfen und die richtige Erde

Der Bogenhanf steht gern etwas enger in seinem Topf. Umtopfen ist daher nur alle zwei bis drei Jahre nötig, oder wenn sich der Topf durch die kräftigen Rhizome schon verformt. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr. Ideal ist eine durchlässige Kakteen und Sukkulentenerde oder normale Blumenerde, die du mit Sand, Bims oder Lavagranulat auflockerst. Ein schwerer Topf aus Ton oder Keramik gibt den hohen Pflanzen außerdem mehr Standfestigkeit. Eine ausführliche Anleitung findest du in unserem Ratgeber Bogenhanf umtopfen.

Bogenhanf vermehren

Den Bogenhanf zu vermehren ist einfach und macht viel Spaß. Am schnellsten geht es durch Teilung beim Umtopfen oder über Kindel, die neben der Mutterpflanze aus der Erde wachsen. Mit etwas Geduld kannst du sogar aus einem einzigen Blatt mehrere neue Pflanzen ziehen. Wie das genau funktioniert, zeigen wir dir im Ratgeber Bogenhanf vermehren.

Typische Probleme erkennen und lösen

Fast alle Probleme beim Bogenhanf haben mit Wasser oder Licht zu tun. Die gute Nachricht: Wenn du sie früh erkennst, erholt er sich meist gut.

Blätter hängen oder knicken um

Fallen die Blätter zur Seite oder knicken unten ab, steckt in den meisten Fällen zu viel Wasser dahinter. Seltener ist zu wenig Licht der Grund, dann werden die Blätter lang und dünn und können ihr eigenes Gewicht nicht mehr tragen. Alle Ursachen und die passenden Lösungen findest du im Ratgeber Bogenhanf Blätter hängen.

Weiche oder matschige Blätter

Weiche, glasige Stellen am Blattgrund sind ein deutliches Zeichen für Fäulnis durch Staunässe. Nimm die Pflanze dann aus dem Topf und prüfe die Wurzeln. Gesunde Wurzeln sind fest und hell, faule dagegen braun und matschig. Schneide alle weichen Teile großzügig ab, lass die Schnittstellen ein bis zwei Tage antrocknen und setze die Pflanze in frische, trockene Erde. Danach gießt du erst nach etwa einer Woche wieder.

Gelbe Blätter

Auch gelbe Blätter, die sich weich anfühlen, deuten meist auf zu viel Wasser hin. Lass die Erde in diesem Fall vollständig austrocknen und gieß künftig deutlich seltener. Vergilbt nur gelegentlich ein altes, äußeres Blatt, ist das ein natürlicher Vorgang.

Braune Spitzen und Flecken

Braune, trockene Blattspitzen entstehen oft durch eine Verletzung, zum Beispiel wenn die Spitze irgendwo anstößt. Sie wachsen nicht mehr grün nach, stören die Pflanze aber nicht weiter. Helle oder braune, trockene Flecken auf der Blattfläche sind häufig ein Sonnenbrand nach einem zu schnellen Standortwechsel. Braune, weiche Flecken weisen dagegen auf Fäulnis oder Kälteschäden hin.

Der Bogenhanf wächst nicht

Der Bogenhanf ist von Natur aus ein langsamer Wachser. Im Winter legt er eine Pause ein, und auch im Sommer bildet er oft nur wenige neue Blätter im Jahr. Steht er sehr dunkel, wächst er kaum noch. Ein hellerer Platz und etwas Dünger im Sommer bringen ihn wieder in Schwung.

Blüht der Bogenhanf?

Ja, auch wenn es eher selten vorkommt. Vor allem ältere Pflanzen, die schon länger eng im Topf stehen, bilden manchmal einen langen Blütenstiel mit vielen kleinen, weißlich grünen Blüten. Sie öffnen sich meist am Abend und verströmen einen süßen Duft. Oft bilden sich dabei kleine, klebrige Nektartropfen. Der Blattschopf, der geblüht hat, bildet danach keine neuen Blätter mehr. Die Pflanze wächst aber über neue Triebe aus dem Rhizom ganz normal weiter. Wenn die Blüte verwelkt ist, schneidest du den Stiel einfach an der Basis ab.

Bogenhanf im Schlafzimmer

Der Bogenhanf ist eine beliebte Pflanze für das Schlafzimmer, und das hat einen nachvollziehbaren Grund. Wie viele Sukkulenten öffnet er seine Spaltöffnungen vor allem nachts, um Wasser zu sparen, und nimmt dann Kohlendioxid auf. Den Sauerstoffgehalt in einem normalen Schlafzimmer verändert eine einzelne Pflanze allerdings kaum messbar. Auch die oft zitierte luftreinigende Wirkung zeigt sich vor allem im Labor in kleinen, geschlossenen Kammern. Im Schlafzimmer überzeugt der Bogenhanf vor allem durch etwas anderes: Er kommt mit wenig Licht aus, braucht kaum Aufmerksamkeit und sieht dabei richtig gut aus.

Bogenhanf und Haustiere

Der Bogenhanf enthält Saponine und gilt für Katzen und Hunde als leicht giftig. Knabbert ein Tier daran, kann das zu Speichelfluss, Erbrechen oder Durchfall führen. Was genau du wissen solltest, erfährst du im Artikel Ist Bogenhanf giftig für Katzen?. Wenn deine Katze gern an Pflanzen knabbert, stellst du den Bogenhanf am besten außer Reichweite, oder du wählst eine Pflanze aus unserer Kategorie ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen.

FAQ zum Bogenhanf

Wie oft muss ich einen Bogenhanf gießen?

Im Sommer etwa alle zwei bis vier Wochen, im Winter alle vier bis acht Wochen. Entscheidend ist, dass die Erde vor jedem Gießen vollständig durchgetrocknet ist.

Wie viel Licht braucht ein Bogenhanf?

Er kommt auch mit wenig Licht zurecht und eignet sich für dunklere Ecken. Am besten wächst er aber hell, zum Beispiel am Ost oder Westfenster.

Warum fallen die Blätter meines Bogenhanfs um?

Meist ist zu viel Wasser die Ursache, seltener zu wenig Licht. Prüfe zuerst, ob die Blätter am Grund weich sind und ob die Erde noch nass ist.

Wie groß wird ein Bogenhanf?

Im Zimmer erreichen die meisten Sorten 50 bis 100 Zentimeter, manche auch mehr. Er wächst langsam, deshalb behält er seine Größe über lange Zeit.

Ist Bogenhanf gut fürs Schlafzimmer?

Ja, denn er verträgt wenig Licht und braucht kaum Pflege. Die Raumluft verbessert eine einzelne Pflanze dabei allerdings kaum messbar.

Fazit: Bogenhanf pflegen mit minimalem Aufwand

Wenn du deinen Bogenhanf pflegen möchtest, reichen wenige Grundregeln: Ein heller bis halbschattiger Platz, Gießen erst bei völlig trockener Erde und ein warmer, trockener Winter. Dann bleibt er viele Jahre gesund und schenkt dir vielleicht sogar einmal seine duftenden Blüten. Entdecke unseren Bogenhanf in zwei Größen, die schlanke Sansevieria Bacularis und weitere genügsame Pflanzen in der Kategorie Zimmerpflanzen, die wenig Wasser brauchen, frisch und direkt vom Züchter zu dir nach Hause.