Katzengras Pflege: Bewässerung, Standort und die wichtigsten Grundlagen

Katzengras gehört zu den Pflanzen, die in vielen Haushalten mit Katzen nicht mehr wegzudenken sind. Es hilft den Tieren, Haarballen besser auszuscheiden. Es stillt ihren natürlichen Drang zu knabbern. Und es schützt deine anderen Zimmerpflanzen, denn viele Katzen lassen von anderen Pflanzen ab, wenn sie frisches Katzengras bekommen. Damit das Gras aber lange frisch bleibt und deiner Katze wirklich Freude macht, braucht es eine passende Pflege.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Katzengras richtig gießt, welchen Standort es liebt, wie du typische Probleme vermeidest und welche Grundlagen wirklich wichtig sind. So bleibt das Gras gesund, kräftig und sicher für deine Katze.
Was Katzengras wirklich braucht
Auch wenn Katzengras pflegeleicht wirkt, hat es klare Bedürfnisse. Die Pflanze besteht aus jungen Gräsern, die schnell wachsen und deshalb viel Licht und ausreichend Feuchtigkeit benötigen. Gleichzeitig mögen sie keine Staunässe. Die Balance ist entscheidend.
Katzengras wächst am besten in heller Umgebung, in einem lockeren Substrat und in einem Topf, der Wasser gut ablaufen lässt. Wenn diese Bedingungen stimmen, entwickelt es starke Halme, bleibt länger frisch und bekommt eine schöne grüne Farbe, die Katzen gern anknabbern.
Katzengras richtig gießen: Wie viel Wasser es wirklich braucht
Beim Gießen von Katzengras kommt es auf den richtigen Rhythmus an. Das Gras braucht eine Erde, die leicht feucht bleibt, aber nicht durchnässt. Trocknet die Erde komplett aus, werden die Halme schnell strohig. Bleibt sie zu nass, entsteht Schimmel.
Eine gute Orientierung ist, das Gras etwa zwei bis drei Mal pro Woche zu gießen. Im Sommer kann es etwas mehr sein, im Winter eher weniger. Wichtig ist, dass du kein Wasser im Untersetzer stehen lässt. Die Wurzeln würden dort dauerhaft im Wasser liegen und schnell faulen.
Ein weiterer Fehler ist das Besprühen der Halme. Viele Katzenhalter wollen das Gras frischer wirken lassen und sprühen es regelmäßig ein. Die Feuchtigkeit bleibt jedoch zwischen den Halmen hängen und kann Schimmel begünstigen. Gieße also lieber direkt auf die Erde und vermeide Sprühnebel auf den Halmen.
Wenn du bemerkst, dass die Erde oben sehr schnell trocknet, kannst du etwas Kokoserde oder Sand untermischen. Das hält die Feuchtigkeit besser im Gleichgewicht und verhindert harte Krusten auf der Oberfläche.
Der richtige Standort für Katzengras
Katzengras liebt Licht. Ein heller Standort am Fenster ist ideal. Direktes Sonnenlicht sollte es aber nur bekommen, wenn das Gras gut angewachsen ist. Junge Halme können schnell austrocknen, wenn sie zu viel Sonne abbekommen.
Ein West- oder Ostfenster eignet sich besonders gut. Dort bekommt die Pflanze viele Stunden Licht, ohne starker Mittagssonne komplett ausgesetzt zu sein. Auch ein heller Platz im Wohnzimmer funktioniert, solange die Pflanze nicht im Schatten steht.
Im Winter solltest du darauf achten, dass das Gras nicht in der Nähe eines Heizkörpers steht. Die warme, trockene Luft kann die Halme austrocknen. Gleichzeitig solltest du Zugluft vermeiden. Ein starker Luftzug trocknet die Erde aus und kühlt die Pflanze aus.
Ein weiterer Punkt ist die Erreichbarkeit für deine Katze. Stelle das Katzengras an einen Ort, an dem die Katze gut herankommt. Viele Katzen knabbern besonders gern, wenn das Gras in ihrer Lieblingshöhe steht. Ein niedriger Beistelltisch oder eine Fensterbank funktionieren daher besonders gut.
Welche Erde sich für Katzengras eignet
Das Substrat spielt eine größere Rolle als viele denken. Katzengras braucht eine leichte und durchlässige Erde. Wenn der Boden zu dicht ist, hält er Wasser fest. Das führt zu Schimmel und Wurzelfäule.
Eine ideale Mischung besteht aus Blumenerde, etwas Sand und einer kleinen Menge Kokoserde. Diese Kombination sorgt dafür, dass die Erde nicht zu schnell austrocknet, gleichzeitig aber genug Luft an die Wurzeln gelangt.
Wenn du Katzengras selbst aussäst, solltest du die Erde vor dem Pflanzen leicht anfeuchten. Press die Erde danach nicht fest. Das Gras braucht lockeres Substrat, damit die jungen Wurzeln gut wachsen können.
Wie du Katzengras länger frisch hältst
Katzengras hat eine begrenzte Lebensdauer. Die Halme wachsen einige Wochen lang kräftig und werden dann fest oder gelb. Mit der richtigen Pflege kannst du diese Phase jedoch deutlich verlängern.
Achte darauf, dass die Halme regelmäßig etwas Licht bekommen. Drehe den Topf gelegentlich, damit die Halme gleichmäßig wachsen. Schneide die Spitzen, wenn sie braun werden. Dadurch bildet das Gras neue Halme und bleibt länger frisch.
Wenn die Halme sehr dicht wachsen, kannst du einzelne Triebe vorsichtig ausdünnen. Dadurch bekommen die anderen Halme mehr Licht und Platz. Ein zu dichter Wuchs führt schnell zu Feuchtigkeit zwischen den Halmen und begünstigt Schimmel.
Auch der Wasserhaushalt entscheidet über die Lebensdauer. Halte die Erde leicht feucht und achte darauf, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann. Wenn die Erde zu trocken ist, werden die Halme hart. Wenn sie zu nass ist, schimmelt die Pflanze.
Häufige Probleme mit Katzengras und ihre Lösungen
Katzengras wird gelb
Gelbe Halme sind ein Zeichen für Trockenheit oder zu wenig Licht. Stelle die Pflanze an einen helleren Ort und kontrolliere das Gießverhalten. Auch ein zu warmer Standort kann zu Austrocknung führen.
Katzengras schimmelt
Schimmel entsteht oft, wenn die Halme eng aneinander stehen oder die Erde zu nass ist. Entferne die befallenen Stellen und lasse die Erde leicht antrocknen. Du kannst die oberste Schicht Erde auch vorsichtig austauschen.
Katzengras vertrocknet schnell
Die Pflanze braucht regelmäßig Wasser, aber nicht zu viel. Prüfe mit dem Finger die Erde. Wenn sie trocken ist, solltest du gießen. Wenn sie feucht ist, warte noch etwas.
Die Katze frisst das Katzengras nicht
Einige Katzen ignorieren das Gras, wenn es zu alt oder zu hart geworden ist. Junge Halme werden häufiger akzeptiert. Achte darauf, dass die Pflanze frisch und grün bleibt.
Die Katze buddelt das Katzengras aus
Manche Katzen spielen mit der Erde. In solchen Fällen kann ein schwerer Topf oder ein leichter Mulchschutz helfen.
Wie oft sollte man Katzengras erneuern
Auch bei bester Pflege hält Katzengras nicht ewig. Die Halme werden nach einigen Wochen hart oder gelb. Dann ist es Zeit für eine neue Pflanze oder neue Aussaat.
Viele Katzenhalter erneuern Katzengras alle drei bis sechs Wochen. Das hängt davon ab, wie viel Licht der Standort bietet und wie oft die Katze daran knabbert. Ein frischer Topf Katzengras sieht nicht nur schöner aus, sondern ist auch gesünder für die Katze.
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Ist Katzengras wirklich ungefährlich für Katzen?
Katzengras ist ungiftig und sicher für Katzen. Genau deshalb gehört es zu den beliebtesten Pflanzen in Haushalten mit Tieren. Der große Vorteil ist, dass es Katzen hilft, Haare aus dem Magen zu befördern. Gleichzeitig verringert es das Risiko, dass die Katze an giftigen oder empfindlichen Zimmerpflanzen knabbert.
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